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	<title>Save the date: 16. Deutscher Trendtag - 14. März 2012 im GDI, Gottlieb Duttweiler Institut, Zürich. Thema: &#34;Beziehungskonsum und Liebe&#34; &#187; Allgemein</title>
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		<title>Thema der 8. European Trend ConferenceDer Kult des SozialenDer neue Konsument im Europa 2015Ein Text von Prof. Norbert Bolz</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Sep 2011 10:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autorenbeiträge]]></category>

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		<description><![CDATA[Shopping ist die Erziehung des Gefühls für die Welt des 21. Jahrhunderts. Man lernt, was „in“ ist und erkundet ein Wertefeld. Wir gehen einkaufen, um herauszufinden, was wir wollen. Wünsche und Vorlieben entstehen nicht aus der Seele oder aus dem Bauch, sondern aus der sozialen Situation. Deshalb müssen erfolgreiche Produkte eine sozialen Mehrwert bieten. Die <a href="http://www.trendtag.de/blog/der-kult-des-sozialen/">mehr&#160;...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Shopping ist die Erziehung des Gefühls für die Welt des 21. Jahrhunderts. Man lernt, was „in“ ist und erkundet ein Wertefeld. Wir gehen einkaufen, um herauszufinden, was wir wollen. Wünsche und Vorlieben entstehen nicht aus der Seele oder aus dem Bauch, sondern aus der sozialen Situation. Deshalb müssen erfolgreiche Produkte eine sozialen Mehrwert bieten. Die Leute interessieren sich immer mehr für das gute Leben, öffentliche Güter, gerechte Verfahren, ethisches Einkaufen, freiwilliges Engagement und die soziale Dynamik der Non-Profit- und Non-Governmental-Organizations. Je mehr sich der Kapitalismus als der große Gleichmacher der materiellen Lebensbedingungen bewährt, um so mehr drängen sich die nichtmateriellen Aspekte des guten Lebens in den Vordergrund der Aufmerksamkeit: Prestige und Privileg.</p>
<p>Das gute Leben ist die Erforschung eines Wertefeldes. Mit dem Sieg des Kapitalismus wurde der Blick wieder frei auf die nicht-ökonomischen Kräfte, also die sozialen und moralischen Werte, das Begehren nach Anerkennung. Unser Blick wurde aber auch wieder frei für die andere Seite der Vernunft, also für Gefühle und Geschichten. Es gibt eine soziale Lust, Geschichten zu erzählen und in Gespräche zu verwickeln. Menschen versammeln sich um Themen, die sie interessieren, und entfalten eine neue Kommunikationskultur, die man globale Mundpropaganda nennen könnte. Die Internet-Kultur besteht in erster Linie in der Pflege des Netzwerks selbst, also eines Angebots von Beziehungen und Verknüpfungsmöglichkeiten. Das ist die Bedeutung der Links auf den Websites des Internet.</p>
<p>Die moderne Wirtschaft braucht eine soziale Software. Diese Betrachtungsweise unterscheidet sich von der des 19. und 20. Jahrhunderts ganz radikal. Im 19. Jahrhundert hat man die Wirtschaft als Ökonomie des Geldes verstanden, die vom Prinzip der Knappheit regiert wird. Im 20. Jahrhunderts entdeckte man die Ökonomie der Aufmerksamkeit, in der die Zeit der kritische Faktor ist. Im 21. Jahrhunderts wird man die moderne Wirtschaft aus der Perspektive einer Ökonomie der Identität begreifen, in der es um Anerkennung geht.</p>
<p>Gefühle zählen. Schon vor Jahren hat uns das Emotional Design gelehrt, dass Gefühle nicht den Individuen gehören, sondern den Beziehungen. Jeder Psychoanalytiker kann das bestätigen. Es gibt keinen Unterschied zwischen „Übertragung“ und Liebe. Zu Deutsch: Die Beziehung emanzipiert sich von der Bezugsperson. Jeder Service verkauft ja eine Beziehung. Und wir können heute erkennen: Konsum ist ein Alibi der Liebe.</p>
<p>Im modernen Konsum geht es um Anerkennung. Das wird verständlich, wenn man das Bedürfnis vom Begehren unterscheidet. Im Gegensatz zum Bedürfnis geht es beim Begehren um eine Beziehung. Moderner Konsum ist Zerebralkonsum. Alles Entscheidende spielt sich im Kopf ab. Deshalb hat man von der „Erlebnisgesellschaft“ und ihren Themenwelten gesprochen. Und die Wirtschaft, die das verstanden hatte, nannte sich Experience Economy. Hier geht es nicht einfach um sachlich-technisch gute Produkte, sondern um Lifestyle. Man betreibt nicht mehr länger Werbung, sondern syntagmatisches Marketing.</p>
<p>Was sich heute gut verkauft, ist „beyond product“. Man könnte von „Begegnungsgütern“ (Ph. Herder-Dorneich) sprechen. Das Soziale wird zum Medium des Konsums. Und deshalb ist der neue Luxus ein Kult des Sozialen, und zwar in drei Formen:</p>
<p>-      positional goods (die feinen Unterschiede)</p>
<p>-      procedural goods (Würdegüter: Wie wirst du behandelt?)</p>
<p>-      environmental goods (One World)</p>
<p>Dieser Kult des Sozialen ist aus der Frustration geboren. Frustriert sind Menschen, deren Unzufriedenheit mit dem Wohlstand wächst. Es geht uns immer besser und schlechter. Wir können uns immer mehr leisten, aber es befriedigt immer weniger. Warum? Es geht hier nicht um die natürlichen Grenzen, sondern um die sozialen Grenzen des wirtschaftlichen Wachstums. Wenn der Lebensstandard steigt, nimmt der Konsum soziale Züge an; das heißt die Befriedigung, die mir eine Ware oder Dienstleistung verschafft, hängt vom Konsum der anderen ab.</p>
<p>Deshalb sind wir unterwegs von der Experience Economy zur Beziehungsökonomie. Beziehungskonsum ist der Schritt, der über Erlebnis und Erfahrung noch hinaus führt. Martin Buber hat einmal gesagt, wir seien so gefangen in Ich-Es-Relationen, dass wir die Ich-Du-Beziehung verloren hätten. Doch spätestens seit „Time“ im Jahre 2006 als Man of the Year „You“ gewählt hat, entdeckt auch die Wirtschaft das Du. Konkret heißt das für Unternehmen: Kooperationsgewinne. Und für die Kunden: Beziehungsereignisse.</p>
<p>In gewisser Weise ist der Kult des Sozialen so alt wie die Menschheit. Es gab immer schon den Fetisch und das Totem. Es gab immer schon Beziehungsartefakte wie die Puppen und die Teddybären für die Seele. Aus dem Teddy wurde dann das Tamagotchi und schließlich der Avatar. Die Wissenschaftler haben solche Beziehungen, in denen Objekte als Partner behandelt werden, gut untersucht. Psychoanalytiker sprechen von Übergangsobjekten (Winnicott), Philosophen von Quasi-Objekten (Serres) und Soziologen von einer „sociability with objects“ (Knorr Cetina). Gemeint ist immer dasselbe: Es geht um ein Design künstlicher Subjektivitäten, zu denen man gefühlsstarke Beziehungen entwickelt. Deshalb muss man sich in Zukunft auch auf Computer als sozial Handelnde einstellen – Stichwort: emotional computing.</p>
<p>All das funktioniert, weil Menschen Wesen der Beziehung und der Sorge sind. Ihr Leben ist wie eine Ellipse um die Brennpunkte Linking und Caring konstruiert. Von Generation X kann keine Rede mehr sein. Die neue „Generation We“ will gebraucht und beansprucht werden. Sie will Beziehungen stiften und einen Unterschied machen. Dafür gibt es keine schönere Formel als die von Groos aus dem Jahre 1901(!): die Freude, eine Ursache zu sein.</p>
<p>Linking ist die fundamentale Operation des Mediums für Ansehen und Aufmerksamkeit. Soziologen sprechen in diesem Zusammenhang von sozialen Graphen. Das klingt komplizierter als es ist. Man muss nur an das Grundprinzip von Facebook denken: Wen kennst du, und wer kennt dich? Wer sich bei Facebook ausstellt, weiß: Betrachtung ist Beachtung, gesehen werden ist Ansehen. „Gaze has value“ (L.Tiger).</p>
<p>Der soziale Mehrwert, um den es hier geht, ist also ein „linking value“. Der Link ist wichtiger als das, was er verknüpft. Linking value heißt Anschlussfähigkeit. Und das werden die Techniker nie begreifen. Nicht Informationsübertragung ist entscheidend, sondern Verknüpfung. Die Wirklichkeit, in der wir morgen leben werden, besteht aus „linked realities“ (Moravec). Gerade von den Piraten und Parasiten kann man lernen, wie Werte heute schon durch Links geschaffen und zerstört werden. Denn jeder Link ist eine Empfehlung und eine Bewertung.</p>
<p>Schon Pine und Gilmore, die geistigen Väter der Experience Economy, haben hellsichtig erkannt, dass die Ware als Medium verstanden werden muss. Die Zauberformel, die sie dafür hatten, lautete: „inging your things“. Was das konkret bedeutet, wird heute in der Online-Welt des Beziehungskonsums besonders deutlich. Bernhard Cova hat deshalb vorgeschlagen, Marketing in Societing umzubenennen. Das sind etwas esoterische Versuche, den Kult des Sozialen als Zentrum der modernen Wirtschaft zu lokalisieren. Es gibt aber einen besseren, griffigeren Namen für den sozialen Mehrwert der Ware. Der große Anthropologe Lionel Tiger hat ihn gefunden: Sociopleasure.</p>
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		<title>Save the Date: 14. März 2012. Der 16. Deutsche Trendtag wird europäisch und zieht von Hamburg nach Zürich.</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 07:17:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[16. Deutscher Trendtag]]></category>
		<category><![CDATA[Beziehungskonsum]]></category>
		<category><![CDATA[David Bosshart]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Bolz]]></category>
		<category><![CDATA[Prof. Peter Wippermann]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 16. Deutsche Trendtag wird europäisch und zieht von Hamburg nach Zürich.
Das Planen in nationalen Grenzen gehört für Unternehmen zunehmend der Vergangenheit an, auch wenn die Diskussion um den Euro aktuell von dieser Entwicklung ablenkt. Die Globalisierung und Virtualisierung der Wirtschaft verlagert ihre strategischen Schwerpunkte.
Zusammenarbeit bei gleichzeitigem Wettbewerb, Co-opetition, und die gemeinsame Suche nach Innovationen, <a href="http://www.trendtag.de/blog/save-the-date-14-marz-2012-der-16-deutsche-trendtag-wird-europaisch-und-zieht-von-hamburg-nach-zurich/">mehr&#160;...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 16. Deutsche Trendtag wird europäisch und zieht von Hamburg nach Zürich.</p>
<p>Das Planen in nationalen Grenzen gehört für Unternehmen zunehmend der Vergangenheit an, auch wenn die Diskussion um den Euro aktuell von dieser Entwicklung ablenkt. Die Globalisierung und Virtualisierung der Wirtschaft verlagert ihre strategischen Schwerpunkte.</p>
<p>Zusammenarbeit bei gleichzeitigem Wettbewerb, Co-opetition, und die gemeinsame Suche nach Innovationen, Co-creation, sind die wichtigsten Spielregeln der entstehenden Netzwerkgesellschaft.</p>
<p>So ist es konsequent, dass der 16. Deutsche Trendtag in Zukunft mit der 8. European Consumer Trend Conference des GDI, des Gottlieb Duttweiler Instituts, Zürich, kooperiert.</p>
<p>In 15 Jahren hat der Deutsche Trendtag den gesellschaftlichen Wandel mit internationalen Wissenschaftlern, wie Richard Sennett, Francis Fukuyama, Jimmy Wales, Richard Florida oder Muhammad Yunus analysiert und diskutiert.</p>
<p>Arbeitsbegriffe wie Ich-AG, Schwarmintelligenz oder Sozialer Reichtum wurden hier geprägt.</p>
<p>Erfolgreich wurde der Trendtag durch eine fokussierte Themensetzung. Prof. Dr. Norbert Bolz, TU Berlin, Dr. David Bosshart, Direktor des GDI Zürich und Prof. Peter Wippermann, Folkwang Uni, Essen und Gründer des Trendbüros, haben die fünfzehn Trendtage geplant. Jetzt werden sie gemeinsam die European Consumer Trend Conference beraten.</p>
<p>Wir, Norbert Bolz, David Bosshart und Peter Wippermann, würden uns freuen, Sie am 14. März 2012 im GDI, Gottlieb Duttweiler Institut, begrüßen zu dürfen.</p>
<p>Die 8. European Consumer Trend Conference zusammen mit dem 16. Deutschen Trendtag hat das Thema &#8220;Beziehungskonsum und Liebe&#8221;.</p>
<p>Wir halten Sie über die Vorbereitungen des Kongresses auf dem Laufenden.</p>
<p>Herzlichen Gruß</p>
<p>Peter Wippermann</p>
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		<title>Jimmy Wales gewinnt im nächsten Jahr den Gottlieb-Duttweiler-Preis. Im Interview mit der Handelszeitung spricht er über seinen Reichtum, seine Vision des universellen Wissens, die Zensur in China und die Zukunft des Internets.</title>
		<link>http://www.trendtag.de/blog/jimmy-wales-gewinnt-gottlieb-duttweiler-preis/</link>
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		<pubDate>Tue, 23 Nov 2010 09:15:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[jimmy wales]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Interview erschien in der Handelszeitung Nr. 46 vom 17. November 2010 und wurde geführt von Pascal Ihle und Stefan Eislein

Der Gründer des Online- Lexikons Wikipedia über seinen Reichtum, seine Vision des universellen Wissens, die Zensur in China, die Zukunft des Internets - und das Potenzial der Zulu.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Interview erschien in der <a title="Jimmy Wales im Interview mit der Handelszeitung" href="http://www.handelszeitung.ch/artikel/Specials-_Ich-habe-nichts-gegen-das-Geldverdienen_815366.html" target="_blank">Handelszeitung</a> Nr. 46 vom 17. November 2010 und wurde geführt von Pascal Ihle und Stefan Eislein</p>
<p>Der Gründer des Online- Lexikons Wikipedia über seinen Reichtum, seine Vision des universellen Wissens, die Zensur in China, die Zukunft des Internets &#8211; und das Potenzial der Zulu.</p>
<p><a href="http://www.trendtag.de/wp-content/uploads/wales_100x100.jpg"></a></p>
<p><em>Sie stehen auf gleicher Stufe wie Václav Havel und Kofi Anan.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Jimmy Wales:</span> Das kann ich mir nicht vorstellen.</p>
<p><em>Doch, Sie gewinnen nächstes Jahr den Gottlieb-Duttweiler-Preis wie die beiden vor Ihnen.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Das ist wunderbar.</p>
<p><em>Und Sie werden 100 000 Franken Preisgeld erhalten.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Schön.</p>
<p><em>Mit all diesen Preisen und Auftritten wie jüngst am Swiss Innovation Forum in Basel müssen Sie ein reicher Mann sein.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales (lacht):</span> Nicht wirklich. Ich lebe sehr gut, das stimmt. Aber ich bin kein Milliardär. Ich bin sehr glücklich, dass ich finanziell unabhängig bin und mich voll auf Wikipedia konzentrieren kann.</p>
<p><em>Bevor Sie Wikipedia ins Leben riefen, waren Sie Börsenhändler.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Damit habe ich genug Geld verdient, damit meine Familie und ich davon leben können. Ich kann mir keine bessere Lebenssituation vorstellen. Was ich mache, ist wirklich cool und macht riesig Spass.</p>
<p><em>Vor zehn Jahren waren Sie noch vom Geld getrieben.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Das ist nun mal der Job eines Traders. Manchmal haben Leute das Gefühl, dass Wikipedia als Non-Profit-Organisation eine antikapitalistische Grundhaltung habe. Das ist falsch. Ich habe überhaupt nichts gegen das Geldverdienen.<br />
Das ist doch gut &#8211; aber nicht das Wichtigste im Leben.</p>
<p><em>Was ist denn das Wichtigste?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Für mich die Vision, dass jeder Mensch auf diesem Planeten freien Zugang zu einer Enzyklopädie haben sollte.</p>
<p><em>Visionen und ein inneres Feuer haben andere Internetpioniere auch. Mit einem grossen Unterschied: Facebook-Erfinder Mark Zuckerberg und die Google-Pioniere Larry Page und Sergey Brin sind Milliardäre &#8211; Sie nicht. Das muss doch frustrierend sein.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Nein, nein, überhaupt nicht! Was ist denn die Beziehung zwischen Geld und Glück? Sobald Sie genügend Geld zur Verfügung haben und sich nicht mehr um Ihre Rechnungen kümmern müssen, macht Sie zusätzliches Geld nicht zusätzlich glücklich.</p>
<p><em>Was macht Sie glücklich?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Etwas Sinnvolles machen zu können. Viele Internetpioniere sind nicht wegen ihres Geldes glücklich, sondern weil sie etwas tun, das sie lieben.</p>
<p><em>Hand aufs Herz: Wenn Sie nochmals beginnen könnten, was würden Sie anders machen?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Nichts. Wikipedia ist mittlerweile für so viele Menschen so wichtig geworden &#8211; namentlich in den Entwicklungsländern. Vom Zustand des Nichtinformiertseins gelangen sie über einen Internetzugang und einen Fingerklick in eine Welt voller Informationen. Ich bin ein kleines Rädchen in diesem Prozess, und das finde ich unglaublich.</p>
<p><em>Sie sehen sich in einer Linie mit den grossen französischen Aufklärern und Enzyklopädisten des 18. Jahrhunderts Diderot und D?Alembert.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Meine ganze Arbeit ist eine Fortsetzung des jahrtausendealten Traums der Menschheit, Wissen aufzubereiten und für alle verfügbar zu machen. Die französischen Enzyklopädisten wollten die Welt verändern &#8211; das will ich auch.</p>
<p><em>Sie fühlen sich als Revolutionär.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Was wir in unserer Welt dringend brauchen, sind vielmehr Menschen, die rational denken und argumentieren. In einem Teil der Welt, der von Kriegen, Diktaturen und anderen Unsicherheiten heimgesucht wird, ist der Zugang zu freier Information sehr eingeschränkt. Mein Anliegen ist es, neutrales Wissen zur Verfügung zu stellen.</p>
<p><em>Neutrales Wissen kommt nicht überall gut an. In China wurde Wikipedia verboten.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Wir waren drei Jahre lang blockiert. Kurz vor den Olympischen Sommerspielen von 2008 wurde eine Reihe von Webseiten wieder zugelassen, darunter Wikipedia.</p>
<p><em>Und jetzt erscheinen in China wieder Wikipedia-Artikel über Tibet?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ich traf mich einige Male mit Mitarbeitern aus Ministerien &#8211; in Peking wie in San Francisco. Wir haben viel und freundlich miteinander gesprochen. Doch habe ich klargemacht, dass wir keine Kompromisse schliessen.</p>
<p><em>Also keine Zensur zulassen.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Wir lassen keine Zensur zu. Gewisse Seiten werden in China nach wie vor gefiltert, das ist uns schon bewusst. Doch die Situation hat sich stark verbessert. Ich gehe nicht davon aus, dass die chinesischen Behörden die Wikipedia-Webseite wieder blockieren werden.</p>
<p><em>Gleichwohl ist die Zensur für Wikipedia eine Belastung.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Nein, für uns ist das ziemlich einfach. Wir haben den Grundsatz, dass freie Meinungsäusserung ein Menschenrecht ist. Deshalb werden wir die Zensur nie anwenden.</p>
<p><em>Auch nicht, um die Webseite in China am Leben zu erhalten.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Auch dann nicht. Würde Peking diesbezüglich Forderungen an uns stellen, dann wäre meine Antwort klar: Sorry, da machen wir nicht mit.</p>
<p><em>Welches ist der Stellenwert von Wikipedia in China?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Wir haben rund 300000 Einträge. In China rangiert unsere Webseite auf Platz 50. Bei einem Treffen sagte ich dem zuständigen Minister, Wikipedia habe noch viel Aufholpotenzial, denn in den meisten Ländern gehöre die Webseite zu den beliebtesten. Da antwortete der Minister: In China gebe es rund 2 Millionen Webseiten. Rang 50 sei doch nicht schlecht.</p>
<p><em>Haben Sie Pläne, News und freie Informationen zu verbreiten?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Es gibt bereits die Plattform Wikia, auf der andere Arten von Informationen wie Kochrezepte oder Unterhaltung verbreitet werden.</p>
<p><em>Den Journalismus wollen Sie nicht konkurrenzieren, so wie Google News?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Nein, das ist nicht unser Ehrgeiz. Gäbe es einen Wettbewerb zwischen den Verlagshäusern und Wikipedia, dann hätten wir diesen schon längst gewonnen: Wikipedia hat weit mehr Leser als die zwanzig grössten Zeitungen der Welt. Doch die News des Tages sind nicht unser Kerngeschäft.</p>
<p><em>Wikipedia ist jedes Jahr von Neuem auf Spender angewiesen. Ist dies nicht ein wackliges Businessmodell?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Es ist schon eine Herausforderung, die wir sehr ernst nehmen. Doch wir kriegen das Geld. Jeweils auf das Jahresende hin machen wir auf unserer Webseite grosse Spendenaufrufe, und die Leute zahlen ein. Grossmehrheitlich sind es Spenden von 35 Dollar.</p>
<p><em>Wie gross ist das Wikipedia-Budget für 2011?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Es beträgt 20,4 Millionen Dollar. Da wir jeden Monat 400 Millionen Besucher haben, ist es nicht so schwierig, das Geld zusammenzubringen. Aber eine Selbstverständlichkeit ist es nicht.</p>
<p><em>Wie sieht es mit grossen Spenden aus?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Google gab uns letztes Jahr 2 Millionen Dollar.</p>
<p><em>Nur einmal?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Bisher ja. Doch Sie können mir glauben, ich werde dieses Jahr nachfragen. Eine solche Spende ist natürlich sehr schön. Ebenso toll ist aber, dass die Mehrheit des Budgets von der Allgemeinheit kommt. So haben wir kein Problem mit irgendwelchen Abhängigkeiten und allfälligen Einflüssen. Die Neutralität ist oberstes Gebot.</p>
<p><em>Mit den Tablet-Computern und den Smartphones erobert eine neue Generation von elektronischen Geräten die Welt. Hat Wikipedia genügend Geld, um ihre Online-Enzyklopädie entsprechend anzupassen und weiterzuentwickeln?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Das braucht nicht viel Geld. Das Unglaubliche mit der neuen App-Welt ist, dass eine neue Generation von Software-Entwicklern heranreift, die entsprechende Programme schreibt. Wir sind in der glücklichen Lage, dass Wikipedia auf dem Safari-Browser des iPad einfach gut aussieht, sodass wir keine Apps brauchen. Auf dem iPhone gibt es eine Reihe von Apps, auf denen Wikipedia läuft.</p>
<p><em>In anderen Worten: Sie müssen nichts tun, denn die App-Entwickler arbeiten gratis für Sie.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Wir haben in der Stiftung jemanden angestellt, der die Entwicklung der mobilen Geräte beobachtet. Die nächste Milliarde Menschen wird über mobile Geräte aufs Internet zugreifen. Deshalb müssen wir diese wichtige Entwicklung sehr genau beobachten. Das fasziniert mich sehr.</p>
<p><em>Wikileaks macht derzeit Schlagzeilen mit den geheimen Dokumenten zum Krieg der USA in Irak und Afghanistan ?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Wikileaks hat überhaupt nichts mit uns zu tun.</p>
<p><em>Die Idee dahinter ist aber ähnlich: Einem breiten Publikum Informationen neutral und unzensuriert zugänglich zu machen.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Nein, überhaupt nicht. Unsere Philosophien liegen meilenweit auseinander. Uns geht es um das gemeinschaftliche Veröffentlichen von vertrauenswürdigen, hochqualitativen Informationen. Wenn Wikileaks nicht den Begriff «Wiki» im Namen hätte, würde niemand darauf kommen, dass sie etwas mit uns zu tun haben.</p>
<p><em>Aber sie heisst nun mal Wikileaks. Ist das ein Problem für Sie?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ich weiss nicht, wie viele Leute wirklich denken, dass Wikipedia und Wikileaks etwas miteinander zu tun haben.</p>
<p><em>Haben Sie mit Wikileaks schon über die Verwechslungsgfahr gesprochen?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ja &#8211; doch Wiki ist ein Ausdruck, den wir nicht schützen können. Er bestand schon, bevor es Wikipedia gab. Es ist ein stehender Begriff in der Computersprache.</p>
<p><em>Wären Sie froh, wenn Wikileaks den Namen ändern würde?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Das wäre grossartig! Doch wir können das nicht von den Machern verlangen.</p>
<p><em>Auch Google ist trotz grosszügiger Spende nicht eines Ihrer Lieblingsunternehmen. Sie haben versucht, mit einer eigenen Suchmaschine dem Internetriesen Konkurrenz zu machen. Sie sind grandios gescheitert.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales: </span>Unsere Suchmaschine kam gut voran und funktionierte gut. Wir hätten aber zwei weitere Jahre gebraucht, um sie marktreif zu machen. Dazu fehlte uns das Geld. Und während der Finanzkrise war es unmöglich, dieses aufzutreiben. Das hat mich getroffen. Denn das Suchmaschinenprojekt war etwas, was mir sehr am Herzen lag. Wir beschlossen aber, uns auf die Wiki-Communities meiner kommerziellen Firma Wikia zu konzentrieren. Ich bin immer offen für Neues. Wer sagt Ihnen denn, dass wir Google nicht mit einem anderen Projekt angreifen werden?</p>
<p><em>Sie haben also Ideen?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Viele.</p>
<p><em>Dann erzählen Sie davon.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Bei Wikia beschäftigen wir uns sehr stark damit, wie wir unser Angebot einfacher noch zugänglicher machen können. Das Wiki zum Computerspiel World of Warcraft etwa hat 80 000 Artikel und vier bis fünf Millionen Besucher pro Monat. Wir wollen die Wikis noch attraktiver machen, damit noch mehr Besucher unsere Seiten nutzen. Schon jetzt kommen ganz neue Themen hinzu, etwa Rezeptsammlungen. Darauf konzentriere ich mich jetzt.</p>
<p><em>Was wollen Sie erreichen?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Wikia ist heute unter den 75 grössten Websites der Welt. Wir wollten unter die grössten 20 kommen.</p>
<p><em>Sie sind der Prototyp des Web-2.0-Unternehmers. Was wird Web 3.0 sein?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Internet 1.0 war sehr technologieorientiert. Einfach gesagt, konnte man mit Suchmaschinen viele Infos finden. Im Web 2.0 geht es darum, dass die Benutzer Inhalte beisteuern. Web 3.0 könnte die Kombination von Algorithmen und Nutzer-generierten Informationen sein.</p>
<p><em>Was heisst das konkret?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ich sitze im Verwaltungsrat einer Firma namens Hunch. Dort versuchen wir, durch Befragungen von Benutzern ein umfassendes Bild davon zu bekommen, was die Person mag. Das kann dazu genutzt werden, um ihr massgeschneiderte Empfehlungen zu machen. Sie wären überrascht, wenn Sie wüssten, wie genau wir Ihre Wünsche aufgrund von zwanzig Fragen voraussagen können, die nicht direkt mit dem Thema zu tun haben.</p>
<p><em>Sie nennen das toll, aber vielen macht das ganz einfach Angst.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Vor ein paar Jahren fanden es Menschen unheimlich, wenn einem Amazon andere Bücher vorschlug, die man auch noch mögen könnte. Ich denke, heute wissen sie, dass das nicht gefährlich, sondern nützlich ist. Angst haben die Menschen davor, wenn ihre Daten missbraucht werden.</p>
<p><em>Zu Recht?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ich denke, die Menschen sollten vorsichtiger sein. Wenn sie online sind, zeigen sie sich sehr unvorsichtig. Schauen Sie nur an, wie viele sehr private Infos öffentlich preisgegeben werden, etwa wenn Sie Facebook benutzen. Da müsste man mehr aufpassen. Offenbar interessiert das die Leute nicht, oder sie sind sich dessen nicht bewusst.</p>
<p><em>Schreiben Sie noch Wikipedia-Einträge?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ja. In letzter Zeit beschäftige ich mich vor allem mit Biografien von Mitgliedern des britischen House of Lords. Das Thema interessiert mich. Zudem interessiert mich, wie wir qualitativ minderwertige Einträge herausfiltern können. Das House of Lords erscheint mir da ideal für Tests.</p>
<p><em>Machen Sie das auch mit Software?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ja. Wir testen immer neue Möglichkeiten. Derzeit haben wir bei rund 1000 Einträgen im englischen Lexikon die Leser abstimmen lassen, um zu wissen, wie gut die Texte sind. Wir wollen nun sehen, ob wir so schlechte Einträge finden können.</p>
<p><em>Wikipedia wird immer grösser und als Informationsquelle wichtiger. Das Risiko steigt, dass Firmen Ihre Einträge frisieren.</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Daran glaube ich überhaupt nicht. Denn das Einfügen von PR-Statements ist einer der sichersten Wege, sich zu blamieren. Denn wenn unsere Benutzer das herausfinden, werden die PR-Schreiber geblockt. Und wenn die Presse es herausfindet, dann ist der Imageschaden programmiert. Wir achten zwar darauf, aber es macht mir keine Sorgen.</p>
<p><em>Was ist denn Ihre grösste Sorge?</em><br />
<span style="text-decoration: underline;">Wales:</span> Ich bin eine pathologisch optimistische Person. Aber wenn ich jetzt wirklich Problemfelder nennen muss, dann muss ich sie nach Sprachen nennen. Im englischsprachigen Wikipedia ist es die Qualität. Wir haben eine grosse Menge an Artikeln, müssen aber die Qualität weiter erhöhen. Dafür müssen wir Wege finden. In anderen Sprachen geht es mehr darum, überhaupt erst Einträge zu bekommen. In Zulu etwa haben wir noch sehr wenige Artikel. Denn die Sprache wurde ursprünglich nur gesprochen, nicht geschrieben. Zudem ist die Analphabetenrate unter den Sprechenden hoch. Da sehen wir ein grosses Potenzial. Die Frage ist: Wollen wir eine Million neue Benutzer in den USA oder eine Million neue Besucher aus Südafrika, die Zulu sprechen? Für mich ist die Antwort klar ? Es ist die zweite Variante. Wir wollen eine freie Enzyklopädie für jedermann.</p>
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		<title>Peter WippermannCustomer Centricity &#8211; Warum Echtzeit alles entscheiden wird</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Oct 2010 11:29:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>mschneider</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Komplexität des Alltags 
wird für die Konsumenten weiter steigen. 
Durch  den wachsenden Anspruch auf Individualität werden persönliche  Entscheidungen vielfältiger und kurzfristiger. Die Eigenverantwortung  steigt und wird mit Pragmatismus beantwortet: Geld kauft Zeit. Zeit wird  als Wert wichtiger, denn es ist die einzige natürlich begrenzte  Ressource, die Menschen haben. Nachdem <a href="http://www.trendtag.de/blog/peter-wippermanncustomer-centricity-warum-echtzeit-alles-entscheiden-wird/">mehr&#160;...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Komplexität des Alltags </strong><br />
<strong>wird für die Konsumenten weiter steigen. </strong></p>
<p>Durch  den wachsenden Anspruch auf Individualität werden persönliche  Entscheidungen vielfältiger und kurzfristiger. Die Eigenverantwortung  steigt und wird mit Pragmatismus beantwortet: Geld kauft Zeit. Zeit wird  als Wert wichtiger, denn es ist die einzige natürlich begrenzte  Ressource, die Menschen haben. Nachdem die persönliche  Gestaltungsfreiheit in der Freizeit selbstverständlich geworden ist,  erreicht jetzt die Individualisierung die Arbeitszeit. Die  Flexibilisierung der Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz und persönliche  Arbeitszeitkonten sind nur die ersten Schritte gewesen, um die gewohnte  Trennung zwischen Arbeit- und Freizeit zu überwinden. Der neue Begriff  für die Fusion von Arbeit- und Freizeit heißt Eigenzeit. Eigenzeit ist  nicht Freizeit, sondern Zeitfreiheit: Die Erfolgreichen disponieren über  knappe Zeit und delegieren. Sie geben Geld aus, um Zeit zu sparen.  Deshalb kaufen sie sich, und zwar mit jedem Service, Zeit. Die Loser  aber haben Zeit im Überfluss. Sie geben Zeit aus, um Geld zu sparen.  Diese widersprüchlichen Verhaltensmuster polarisieren die Märkte von  morgen. Wenn die Zeit sehr knapp ist, ist es unökonomisch, lange über  kleine Geldbeträge nachzudenken &#8211; das beflügelt Investitionen in die  mediale Vernetzung. Der Siegeszug der mobilen internetbasierten  Kommunikation ist ein sicheres Zeichen für die schnelle und erfolgreiche  Entwicklung der <strong>Netzwerkgesellschaft.</strong> Die Netzwerkgesellschaft ist die entstehende Superstruktur der globalen  Gesellschaft des 21. Jahrhunderts, die mit einer Vernetzung von  Information, Technologie, Kapital und Macht beschrieben werden kann.</p>
<p><strong>Die wachsende Diskontinuität verändert die Unternehmen </strong><br />
<strong>durch Individualisierung und Globalisierung.</strong></p>
<p>Persönlich  und in Echtzeit auf Konsumentenwünsche reagieren zu können wird zur  entscheidenden Herausforderung für die Wirtschaft in der globalen  Netzwerkgesellschaft. Die egozentrischen Anforderungen von Konsumenten  an Unternehmen verändert die Wertschöpfungskette weltweit. Neue  Unternehmensmodelle entstehen.</p>
<p>Konsumenten  haben mehr Autonomie und Selbstbewusstsein durch das Internet bekommen,  als man sich das auf Unternehmensseite bisher vorstellen konnte. Die  Transparenz von Angeboten wird durch Preissuchmaschinen alltäglich  angeboten und genutzt. Das Austauschen von Erfahrungen ist durch das Web  2.0, mittels Social-Media-Plattformen, Communities oder Twitter,  kaufentscheidend geworden. Die Macht der Konsumenten wächst weiter, denn  das Internet wird sehr schnell mobil. Das amerikanische Technologie-  und Marktforschungsunternehmen Forrester rechnet damit, dass bereits in  fünf Jahren die Hälfte der globalen Internetdaten mobil genutzt werden  kann. Augmented Reality wird dann zum Alltag gehören. Google Streetview  gibt schon heute einen Vorgeschmack auf die Möglichkeiten der mobilen  Anwendung von Augmented Reality. Persönliche Angebote, vor Ort und in  Echtzeit, verbinden die reale Welt mit den virtuellen Angeboten des  Internets.</p>
<p>Neue  Unternehmen, die das Internet bereits bei Gründung als Infrastruktur  genutzt haben, sind heute die globalen Innovations- und Marktführer der  Netzwerkökonomie, wie Amazon, Ebay und Google. Sie haben ihre  Unternehmen auf <strong>Customer Centricity </strong>gegründet.  Ihre Marktplätze sind branchenübergreifend, ihre Beziehungen und  Kenntnisse der Konsumenten aber sind fokussiert. Hier sind die ersten  Organisationsmodelle für Firmen der entstehenden Netzwerkökonomie zu  erkennen.</p>
<p><strong>Outside-in</strong> ist der Quellcode des Neuen – die Wünsche der Konsumenten können sich  permanent wandeln, die Beziehung zum Kunden aber bleibt langfristig  konstant.<strong> </strong></p>
<p><strong>Inside-out</strong> war die Zielorientierung einer effizienten Matrixorganisation der  Industriekultur. Ständig neue Angebote der Warenwelt warben um die  Aufmerksamkeit der spontanen Kundschaft.</p>
<p>Nach 150 Jahren Erfolgsgeschichte verändern sich die Spielregeln: <strong>Beziehungen statt Produkte </strong>werden  der Schlüssel zum ökonomischen Erfolg. Nicht mehr Qualität und Preis  entscheiden über die Märkte, sondern individuelle Angebote an  Konsumenten in Echtzeit. Unternehmen sind dabei zu lernen, wie sie auf  Konsumentenwünsche spontan reagieren können.</p>
<p>Medienkompetenz,  also der geschickte Umgang mit Medien, ist die Zeitgewinntechnik der  Netzwerkgesellschaft. Statt Anwesenheit genügt kommunikative  Erreichbarkeit. Für Konsumenten ist der individuelle mobile Zugang zum  Internet über Laptops, Tablet-Computer oder Smartphones bereits  selbstverständlich geworden. Allein in Deutschland werden 120 Millionen  Handys von 82 Millionen Einwohnern aktiv genutzt. Davon sind zehn  Millionen Geräte bereits heute internetfähige Smartphones.</p>
<p>Die  private Medienkompetenz hat sich schneller entwickelt als die  entsprechende Fähigkeit von Unternehmen. Personal-Media-Angebote  ermöglichen Konsumenten ein Leben in zwei Wirklichkeiten. Die  Geschäftswelt wird sich diesen veränderten medialen Rahmenbedingungen  konsequent anpassen. Das mobile Internet ist die Infrastruktur des 21.  Jahrhunderts und verbindet Kommunikation, Transaktion und Produktion in  einem Medienkanal. Die reale Welt des Seins wird sich zunehmend durch  die virtuelle Welt des digitalen Scheins verändern.</p>
<p>Unternehmen  müssen Flexibilität und Dynamik beweisen, um sich in schnell  entwickelnden und immer komplexer werdenden globalen  Wettbewerbssituationen behaupten zu können. Es wird zur Reorganisation  von Unternehmen kommen, um die unberechenbaren und mobilen Kunden in  Echtzeit zufriedenstellen zu können.</p>
<p>Das Ziel der Reorganisation heißt <strong>Resilenz </strong>–  die aktive Potenz, mit Elastizität, Widerstandsfähigkeit und  Innovationen auf äußere Umwelteinflüsse reagieren zu können. Ein  anschauliches Modell ist die Fähigkeit von Stehaufmännchen, sich aus  jeder beliebigen Lage wieder aufzurichten.</p>
<p><strong>Je höher die Mobilität,</strong><br />
<strong>desto wichtiger wird die zeitliche Koordination.</strong></p>
<p>„<em>Jede Unpünktlichkeit ist ein Attentat auf das Zeitmanagement des anderen.“ Norbert Bolz</em></p>
<p><strong>Cloud-Computing</strong><br />
Programme,  Dienstleistungen und Speicherplätze werden auf Servern im Internet  genutzt anstatt auf der Festplatte eines Computers. Mehrdimensionaler  Kundenservice wird durch Cloud-Computing erst möglich.<br />
Vertrauen,  Sicherheit und Verlässlichkeit werden das Cloud-Geschäft im  Businessbereich bestimmen. Während Google auf die Kostenlosigkeit des  Cloud-Computings setzt, versucht Microsoft über die geschlossene  Serviceplattform „Azure“ zahlungswillige Kunden zu gewinnen. Mit „Azure“  bietet Microsoft Geschäftskunden die Hoheit über ihre Datensätze an,  obwohl die firmeneigenen Daten in Microsoft-Rechenzentren liegen.</p>
<p><strong>Mobiles Cloud-Computing</strong><br />
Exchange-Applikationen,  wie das Group- und Nachrichtensystem von Microsoft, haben sich zur  Standardlösung entwickelt, um E-Mails, Termine, Aufgaben und Kontakte  auf die Handys zu pushen, sobald auf dem zentralen Server im Unternehmen  neue Infos eingehen. Symbiant und Android leisten gleiche Arbeit mit  Exchange. Blackberry Business hat diese Push-Technologie populär  gemacht.<br />
Professionelles  Mobil-Datamanagement, wie kundenbasierte mobile CRM-Lösungen,  ermöglicht es z. B., dass Außendienstmitarbeiter mit dem zentralen  Verkaufs-Innendienstsystem ständig verbunden sind. So können sie die  Stammdateninformationen aktualisieren und ihre Online-Aufträge direkt an  Logistikpartner versenden.</p>
<p><strong>Customer Dynamics</strong><br />
Der  ständige Austausch von Interaktionen und Transaktionen von Konsumenten  mit Unternehmen wird über Customer Dynamics beschrieben. Die Integration  von Online – und Stationärgeschäft wird für immer mehr Händler zur  Herausforderung.<br />
Webbasierte  Anwendungen, wie „Service Cloud“ von salesforce.com, filtern  Kundenanfragen aus den verschiedensten Kanälen des Internets, E-Mail,  Facebook, Twitter, aber auch aus der Mobilfunkkommunikation, bündeln  diese und leiten sie automatisch an die Servicemitarbeiter weiter. Mit  „Service Cloud“ werden alle Kundeninformationen sowie die  Servicehistorie im Internet gespeichert und verwaltet. Alle Daten sind  in Echtzeit abrufbar und durch mobile Funktionen an jedem Ort der Welt  unabhängig vom Gerätetyp verfügbar.</p>
<p><strong>Mobile Payment</strong><br />
Trotz  der zögerlichen Entwicklung elektronischer Rechnungsströme im B-to-B  Bereich entwickelt sich das mobile E-Payment zwischen Unternehmen und  Konsumenten rasant. Mobile Bezahlungssysteme, die über Smartphones  eingesetzt werden können, werden die eine Milliarde Kreditkarten, die  allein in den USA in Umlauf sind, schon bald ersetzen, prognostizierte  die „Businessweek“ im August 2010.</p>
<p>Peter Wippermann<br />
Gründer des Trendbüros<br />
Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität, Essen</p>
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		<title>15. Deutscher Trendtag: Impressionen</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Sep 2010 10:45:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[<p><object width="600" height="400"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=en-us&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Ftrendtag%2Fsets%2F72157624960907680%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Ftrendtag%2Fsets%2F72157624960907680%2F&#038;set_id=72157624960907680&#038;jump_to="></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=en-us&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Ftrendtag%2Fsets%2F72157624960907680%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Ftrendtag%2Fsets%2F72157624960907680%2F&#038;set_id=72157624960907680&#038;jump_to=" width="600" height="400"></embed></object></p>
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		<title>Peter WippermannWie kann man Zukunft denken?</title>
		<link>http://www.trendtag.de/blog/peter-wippermann-wie-kann-man-zukunft-denken/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 08:37:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Orkane und Hurrikans entstehen fernab unserer Lebensräume, oft auf dem Meer. Sie gewinnen an Kraft und Geschwindigkeit, um sich schließlich mit Macht auf dem Land auszutoben. Sie sind ein Modell für die Zukunft. Keiner kann Stürme oder Zukunft machen. Man kann sie nicht vorhersagen, aber beobachten und nutzen.
Die Zukunft entsteht an den Rändern unserer Gesellschaft. <a href="http://www.trendtag.de/blog/peter-wippermann-wie-kann-man-zukunft-denken/">mehr&#160;...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Orkane und Hurrikans entstehen fernab unserer Lebensräume, oft auf dem Meer. Sie gewinnen an Kraft und Geschwindigkeit, um sich schließlich mit Macht auf dem Land auszutoben. Sie sind ein Modell für die Zukunft. Keiner kann Stürme oder Zukunft machen. Man kann sie nicht vorhersagen, aber beobachten und nutzen.</p>
<p>Die Zukunft entsteht an den Rändern unserer Gesellschaft. Sie hat die Kraft, alle Lebensbereiche zu verändern. Die Alltagskultur passt sich nur zögerlich den neuen Umweltbedingungen an. Das gibt dem aufmerksamen Beobachter die Chance, über mögliche Zukünfte nachzudenken. Sturmvorhersagen analysieren die Wechselwirkung von Hoch- und Tiefdruckgebieten. Zukunftsszenarien entstehen aus der Abschätzung von Innovationen und kultureller Akzeptanz und heißen Trends.</p>
<p>Trends sind Arbeitsbegriffe der sich entwickelnden Zukünfte. Sie benennen gemeinsame Anpassungsstrategien an eine sich verändernde Umwelt. Sie sind Bindungsangebote ohne Institutionen und ersetzen Traditionen. Trends und Gegendtrends bieten widersprüchliche Alternativen auf dieselbe Herausforderung. Sie kennzeichnen eine Entwicklungsdynamik von sieben bis zehn Jahren. Trends unterscheiden sich von Moden durch ihre langsame Verbreitung. Moden sind die kurzlebigen Indikatoren für Trends.</p>
<p>Um Zukünfte denken zu können, ohne in Träumereien zu versinken, ist es sinnvoll, mit Beobachtungskonstanten zu arbeiten:</p>
<p><strong>Der soziale Wandel</strong> der Gesellschaft bietet langfristige Orientierung. Der demografische Wandel ist hier Stichwortgeber für die Zukunft.</p>
<p><strong>Der technologische Wandel</strong> macht Entwicklungen einschätzbar, wenn man die Zeit zwischen Grundlagenforschung und Markteinführung beobachtet.</p>
<p><strong>Der ökonomische Wandel</strong> ist aussagefähig, wenn man die Businessmodelle analysiert. Finanzkrisen beschleunigen den Strukturwandel.</p>
<p><strong>Der kulturelle Wandel</strong> ist schwierig zu verstehen, da die Institutionen der Gesellschaft, Familie, Politik, Wirtschaft und Kirchen, ihre Bindungskraft zunehmend verlieren. Projekthafte Gemeinschaften verdrängen das Modell der traditionellen Gesellschaft. Es entstehen parallele Lebenswelten.</p>
<p>Alle vier Beobachtungskonstanten ergeben zusammen ziemlich plausible Szenarien von morgen.</p>
<p>Heute ist es möglich, den Wertewandel in der Gesellschaft über Social-Media-Analysen im Web 2.0 zu erfassen. Zum ersten Mal können Trends nicht nur qualitativ, sondern auch quantitativ erfasst werden. Die Trendforschung, die in den neunziger Jahren in den hoch entwickelten Konsummärkten Amerikas und Europa sinnvoll wurde, findet ihre eigene Zukunft in der Social-Media-Analyse des Internets. Die langjährige Praxis der analogen Mustererkennung von gesellschaftlichen Veränderungen ist dabei durch Computerprogramme automatisiert zu werden.</p>
<p>Die Prognostizierbarkeit von Zukünften setzt Filter voraus. Die Skalierbarkeit von Trends reicht von den Gesellschafts- oder Megatrends über die Konsumenten- hin zu den Branchentrends. Wer sich über die Zukunft Gedanken machen will, sollte sich fragen, welche strategischen Positionen er klären möchte. Wer flexibel und schnell handeln will, muss an mögliche Zukünfte denken.</p>
<p>Mich interessieren Trends, ihre Entstehung, Verbreitung und Auswirkungen auf Menschen, Gesellschaft und Unternehmen. Seit 15 Jahren analysiert der von mir organisierte Deutsche Trendtag den kommenden Wandel. Ziel ist es zu definieren, was er für die Unternehmen bedeuten könnte. Zwei Jahre bevor ein neuer Megatrend auf den Massenmarkt trifft, werden hier von internationalen Wissenschaftlern und Experten Szenarien für morgen durchdacht.</p>
<p>Der Deutsche Trendtag gibt diesen Megatrends einen Namen. Einige dieser Arbeitsbegriffe haben den Weg in den Duden oder in die Alltagssprache gefunden. Begriffe wie „Ich-AG“ für die kommende Ökonomisierung unserer Privatsphäre (2000), „Schwarmintelligenz“ für die mögliche Effizienz von Web 2.0 durch Blogs, Wikis und Social Media (2005), oder „Simplexity“ für die Sehnsucht nach einfacher Entscheidungsfindung bei wachsender Komplexität (2007).</p>
<p>In diesem Jahr beobachten wir Phänomene von Informationsüberladung und Burn-out in der Gesellschaft. Deshalb beschäftigt sich der 15. Deutsche Trendtag mit Informationslogistik im Privaten, in der Wirtschaft und Gesellschaft. Der neue Gesellschaftstrend heißt „Flow.Control.“ und setzt auf Selbstkontrolle statt Systemkontrolle (www.trendtag.de).</p>
<p>Peter Wippermann<br />
Gründer des Trendbüros<br />
Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität, Essen</p>
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		</item>
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		<title>Prof. Norbert BolzBürger und Mini-Celebrity. Über die Aufgabe der Privatheit in der Internet-Gesellschaft</title>
		<link>http://www.trendtag.de/blog/norbert-bolz-buerger-und-mini-celebrity/</link>
		<comments>http://www.trendtag.de/blog/norbert-bolz-buerger-und-mini-celebrity/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 10:40:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Autorenbeiträge]]></category>
		<category><![CDATA[Speaker]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn Allwissendheit ein Merkmal Gottes ist, dann kann man Google göttlich nennen. Es fasziniert und erschreckt zugleich. Je mehr Menschen Google nutzen, desto größer wird die Angst vor seiner Allmacht. Die Macht liegt nämlich dort, wo die Standards der Informationsverarbeitung fixiert werden. Herrschaft basiert auf Informationsbeherrschung. Denn heute ist alles Information: das Leben, das Geld, <a href="http://www.trendtag.de/blog/norbert-bolz-buerger-und-mini-celebrity/">mehr&#160;...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Allwissendheit ein Merkmal Gottes ist, dann kann man Google göttlich nennen. Es fasziniert und erschreckt zugleich. Je mehr Menschen Google nutzen, desto größer wird die Angst vor seiner Allmacht. Die Macht liegt nämlich dort, wo die Standards der Informationsverarbeitung fixiert werden. Herrschaft basiert auf Informationsbeherrschung. Denn heute ist alles Information: das Leben, das Geld, meine Identität. Google funktioniert wie ein gigantisches Bit-Kraftwerk, an das wir alle als verschlankte Nutzer angeschlossen sind. Heute genügt ein kleiner, mobiler Monitor mit Internetanschluss. Der PC wird allmählich museal. Ein Kultwort unserer Zeit lautet deshalb „Apps“. Gemeint sind die tausende von Applikationen, in denen sich Software in passgenaue Dienstleistungen verwandelt. Spätestens seit Apples iPhone leben wir in einer Kultur des allgegenwärtigen Computierens, im Zeitalter des digitalen Utilitarismus.</p>
<p>Je mehr Informationen wir haben, desto knapper werden wichtige Informationen – und desto wichtiger werden Informationen über Informationen. Das bieten Suchmaschinen. Im Angelsächsischen gibt es einen schönen Ausdruck für die Arbeit von Geheimdiensten: Intelligence Service. Heute erbringt Google als eine Art Geheimdienst des Alltags genau diese Dienstleistung der Intelligenz. Das wird sofort verständlich, wenn man sich klar macht, dass Intelligenz der Inbegriff von Suchtechniken ist. Und wenn der Suchraum groß genug ist, kann man Suchen nicht mehr von Kreativität unterscheiden. So lautet der natürliche Anspruch von Google: Alles für jeden jederzeit und überall. Alles und alle werden transparent, erreichbar und verfügbar.</p>
<p>Das Internet ist ein globaler Computer, und wir alle sind die „Clickworker“, die Mausklick-Arbeiter seines Programms, das sich evolutionär entwickelt. Jeder Mausklick ist ja eine kleine Transaktion und hinterlässt eine Datenspur. Das heißt aber, dass jeder, der Google nutzt, der Firma hilft, ihre Algorithmen zu verbessern. Wir arbeiten alle mit am Popularitätsalgorithmus von Google. Das macht man sich natürlich nur selten bewusst, und deshalb erscheint Google wie ein Orakel. Sein Algorithmus der Empfehlungen und Bewertungen wirkt wie ein wunderbarer Kurzschluss durch den Informationsdschungel. Niemand kennt diesen Algorithmus, aber was er leistet, ist klar: Suchmaschinen protokollieren unsere Aufmerksamkeit. Sie gehen davon aus, dass wichtig ist, was die wichtigen Anderen wichtig finden. Und dass die meisten wollen, was die meisten wollen. Dafür hat sich der Ausdruck „kollaborativer Filter“ durchgesetzt. Zu Deutsch: Meinesgleichen geschieht. Und weil ich das Urteil von meinesgleichen nutze, um mich im Dschungel der Informationen und Optionen zurecht zu finden, können Firmen wie Amazon ein Marketing der Vorlieben entwickeln. „Kunden, die A kauften, haben auch B und C gekauft.“</p>
<p>Zusammen mit dem so genannten Neuromarketing startet das Datensammeln der Suchmaschinen einen Zangenangriff auf den Konsumenten des 21. Jahrhunderts. An Konsumentendaten heranzukommen ist aber nicht nur die Bedingung der Leistungsfähigkeit von Suchmaschinen, sondern auch von sozialen Netzwerken. Suchmaschinen produzieren die Homogenität der Gleichgesinnten in Geschmacks-Clustern. Hinzu kommt die Selbstselektion der Gleichgesinnten in den „communities“, den virtuellen Gemeinschaften. Das 21. Jahrhunderts hat also nicht mehr das Problem des Massenkonformismus durch Massenmedien, sondern das Problem der Gleichgesinntheit in digitalen Echokammern.</p>
<p>Seit 1994 gibt es die so genannten Cookies, die auf dem Computer des Nutzers selbst Dateien erstellen, die sein Suchverhalten und den „Clickstream“ speichern. So entstehen Nutzerprofile, die von den Unternehmen für Werbung und Marketing ausgewertet werden können. Doch diese Profile werden uns nicht nur angetan; wir produzieren sie selbst mit jeder Selbstauskunft, mit jedem Mausklick. Und zum Verdruss der Datenschützer gibt es immer mehr Menschen – und keineswegs nur „unwissende“ Jugendliche! -, die ihre Daten gerne preisgeben. Das sollte aber nicht mehr überraschen. Es gibt ja auch Unzählige, die sich telefonisch oder in der Innenstadt den „Umfragen“ öffnen und bereitwillig über ihr Konsumverhalten oder ihre politische Meinung Auskunft geben.</p>
<p>Was steckt dahinter? Offensichtlich das, was der amerikanische Philosoph John Dewey einmal den Wunsch, wichtig zu sein, genannt hat. Das Profil ist die öffentliche Ausstellung der Identität. Wir opfern Privatheit für Aufmerksamkeit. Dieses zentrale soziale Phänomen ist natürlich so alt wie die Zivilisation. Aber unter Internetbedingungen hat es eine neue Qualität angenommen. Unaufhörlich arbeiten die vernetzten Computer der Welt als unsere Profiler. Mehr und mehr gewöhnen wir uns an den Alltag der permanenten Überwachung, der Screening und Monitoring heißt. So wandelt sich das bürgerliche Individuum in den ständig und infinitesimal Überwachten.</p>
<p>Sammeln, suchen, überwachen – das ist Googles Welt. Und ihr entspricht ein interessantes, neues Konzept von persönlicher Identität, das man auf eine einfache Formel bringen könnte: Ich bin meine Maus-Klicks. Identität ist heute eine Rechenaufgabe, und zwar geht es um eine Extremwertberechnung zwischen privat und öffentlich. Wo liegt das Optimum? Es geht um ein empfindliches dynamisches Fließgleichgewicht zwischen freier Information und Kontrolle. Und so wie der Einzelne seine Identität zwischen öffentlich und privat konstruieren muss, so findet die Firma ihren Profit zwischen Open Source und Eigentum.</p>
<p>Die Freiheit der Information hat ihre traditionellen Grenzen an der Privatsphäre des Individuums und der Sicherheit des Staates. Aber es gibt immer mehr Menschen, denen beides gleichgültig ist. Die Verhaltensweise, die man demgegenüber all jenen Bürgern anraten könnte, die noch auf ihre Privatsphäre wert legen, weil die Würde des Menschen von ihr abhängt, hat Walter Benjamin einmal Krypto-Emigration genannt. Damit hat er Brechts Ratschlag für Städtebewohner auf den Begriff gebracht: „Wer seine Unterschrift nicht gegeben hat, wer kein Bild hinterließ, wer nicht dabei war, wer nichts gesagt hat, wie soll der zu fassen sein! Verwisch die Spuren!“ Mach dich unklassifizierbar! Das könnte die Parole einer digitalen Zivilverteidigung sein.</p>
<p>Deshalb ist der Widerstand gegen Google Street View zutiefst bürgerlich. Es geht hier in erster Linie gar nicht um juristische Bedenken, sondern um den Angriff auf den „Geheimniszustand“, der für die bürgerliche Privatsphäre wesentlich ist. Der Bürger will selbst bestimmen, was von seiner Existenz öffentlich wird; vielleicht die Hausfassade, aber nicht der Garten; vielleicht die Ehefrau, aber nicht die Kinder. Deshalb baut man Zäune, pflanzt Hecken, und Gardinen stellen sicher, dass man durch die Fenster hinaus-, aber nicht hineinsehen kann. Nur ein kindischer anti-bürgerlicher Affekt kann das „spießig“ finden.</p>
<p>Was mit der Unterscheidung von privat und öffentlich auf dem Spiel steht, ist die Idee der bürgerlichen Freiheit. Privatheit ist bürgerlich; heute muss sie eigens erarbeitet werden. Privatheit ist eine Aufgabe. Und vielleicht wird man über die bürgerliche Identität im Zeitalter des Internet bald sagen können: Jeder bemerkenswerte Mensch arbeitet gegen sein eigenes Profil. Privatheit ist die Standardeinstellung, die der Bürger im Umgang mit den Medien bewusst wählen muss.</p>
<p>Das ist natürlich eine unzeitgemäße Strategie, denn in der Welt der Netzwerke sind privat / öffentlich und persönlich / geschäftlich keine plausiblen Unterscheidungen mehr. Die populären sozialen Netzwerke leben ja von der Privatisierung der Geselligkeit und der Veröffentlichung der Persönlichkeit. Jeder wird zur Mini-Celebrity. Damit bezeichnen wir den Gegenpol zum bürgerlichen Optimum der Identität. Und das entspricht durchaus dem Geist der Moderne. Denn Individualität zeigt sich heute darin, dass jeder selbst definieren darf, wo seine schützenswerte Privatsphäre beginnt. Privatheit 2.0 ist eigenrichtig.</p>
<p>So stehen sich Bürger und Mini-Celebrity, die traditionelle Idee der Privatheit und ein medientechnisch gepflegter Exhibitionismus gegenüber. Reputation ist für die Internetgemeinde ein Feedback-Profil. Der Datenschützer dagegen erscheint als hilfloser Repräsentant bürgerlicher Privatheit, der gegen die politische Erwartung absoluter Transparenz, die wirtschaftliche Suggestion eines maßgeschneiderten Service, und die technische Wirklichkeit von Überwachung und Vernetzung auf verlorenem Posten steht.</p>
<p>Der schwerste Angriff auf die Privatsphäre geht dabei übrigens nicht von Regierungen und Unternehmen aus, sondern von den sozialen Netzwerken. Alles, was man tut, kann heute aufgezeichnet und gesendet werden. Die so genannten Bürgerjournalisten und ihre Handy-Kameras lassen nichts mehr unprotokolliert. Die Paparazzi werden zum massendemokratischen Phänomen. Da ist es nur lebensklug, dass die wirklich Prominenten ihre Privatsphäre nicht mehr geheim zu halten versuchen, sondern persönlich kontrollieren wollen – man denke nur an Steffi Grafs Babybilder oder Wowereits Coming out.</p>
<p>Wir haben es hier aber nicht mit einem Kultur- sondern einem Strukturproblem zu tun. Unter Internetbedingungen bringt nämlich jedes Geschäft einen Verlust von Privatheit: Man muss sich „ausweisen“. Mit Identitäts-Software kann man das zwar kontrollieren, aber das bedeutet eben, dass nur Kontrolle vor Kontrolle, nur Software gegen Software schützt. Programmieren heißt steuern durch Kontrolle. Und Computersysteme sind Kontrolltechnologien, die aus der Distanz durch Information steuern. Information ist der Zugang zur Welt, und das Web 2.0 ist der Zugang zur Information. Aus Bürokratie wird Software. Sie kontrolliert unser Verhalten, indem sie Zugang und Einfluss steuert. In jeder Software stecken nämlich Werturteile, die den Alltag strukturieren.</p>
<p>Der Medienphilosoph Vilèm Flusser hat einmal gesagt, die Welt zerfalle in Programmierer und Programmierte. Das ist eine durchaus sinnvolle Übertreibung. Aber nicht nur die Programmierer sind die großen Einzelnen, die in der scheinbar so massendemokratischen Welt des Web 2.0 den Unterschied machen. Es gibt auch noch die „Superconnectors“, die die digitale Welt zusammenhalten. Gemeint sind die Meister der schwachen Bindungen in den sozialen Netzwerken, also Aktivisten, Freiwillige, Fans, Liebhaber, Amateure. Und es entspricht der Logik der Netzwerke, dass hier einige wenige den Unterschied machen. Diese Aktivisten machen den Begriff einer durchschnittlichen Beteiligung nämlich sinnlos. Statistisch gesprochen: Der Median der Internet-Nutzung liegt weit unter dem Durchschnitt. Es gibt also keinen repräsentativen Internet-Nutzer.</p>
<p>Doch die Wenigen, die z.B. an Wikipedia und YouTube aktiv teilnehmen, sind in absoluten Zahlen sehr viele. Ein Promille ist sehr viel im Cyberspace. Und weil sehr wenige im Internet sehr viele sein können, entsteht der Schein der massendemokratischen Kollaboration. Doch nicht die Massen beherrschen das Internet, sondern die Aktivisten. Das muss man im Augen behalten, wenn man verstehen will, wie sich heute das bürgerliche „Publikum“ zersetzt. Früher war die Veröffentlichung das Nadelöhr für den Autor, heute ist es die Aufmerksamkeit. Das Motto des Web 2.0 lautet: Erst Publizieren, dann Filtern. Deshalb werden die Gatekeeper, die eine Auswahl vor der Publikation treffen, zunehmend durch Navigatoren ersetzt, die eine Auswahl nach der Publikation ermöglichen. Diese rigorose Ausschaltung vermittelnder Zwischeninstanzen führt ganz zwingend zur Herrschaft der Suchmaschinen. Und dieser Plural ist fast schon ein Euphemismus. Google kontrolliert den Flow.</p>
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		<title>Interview mit Réne Schuster Geschäftsführer Telefónica O2 Germany</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Aug 2010 14:37:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Interview]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie werden die Laudatio für den Preisträger des Millennium Vision Award, Jimmy Wales, halten.<br /><br />

1. Wie haben Wikipedia und Social Media unsere Gesellschaft verändert?<br /><br />

Die Forschung hat im Bereich Social Media einen neuen Stellenwert eingenommen. Forschungsergebnisse werden im Internet publiziert und finden einfache Verbreitung. Das bedeutet, dass diese schneller und ohne großen Aufwand für alle verfügbar sind.  Auch Unternehmen haben dieses Prinzip verstanden und beginnen, die Wiki-Technologie zur Unterstützung ihres internen Wissensmanagements einzusetzen. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie werden die Laudatio für den Preisträger des Millennium Vision Award, Jimmy Wales, halten.</p>
<p><strong>1. Wie haben Wikipedia und Social Media unsere Gesellschaft verändert? </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Forschung hat im Bereich Social Media einen neuen Stellenwert eingenommen. Forschungsergebnisse werden im Internet publiziert und finden einfache Verbreitung. Das bedeutet, dass diese schneller und ohne großen Aufwand für alle verfügbar sind.  Auch Unternehmen haben dieses Prinzip verstanden und beginnen, die Wiki-Technologie zur Unterstützung ihres internen Wissensmanagements einzusetzen. Im Endeffekt geht es um einfache Möglichkeiten, Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>2. „Deutschlands beste Schulklasse 2010” wird den Preis an Jimmy Wales übergeben. Sie haben selbst zwei Kinder.</strong><strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong> </strong><strong>i. Inwieweit unterscheidet sich deren Medien- und Informationsverhalten von Ihrem bzw. unserem?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Meine Kinder sind natürlich Digital Natives. Sie kennen keine Welt ohne Computer und Internet. Sie wählen andere Kanäle zur Kommunikation und zum Austausch von Inhalten. Während ich zum Beispiel eine schnelle E-Mail verschicke, ziehen sie es vor, über Facebook zu kommunizieren. Und das Fernsehen ist nicht so wichtig wie YouTube. Ich bin allerdings der Meinung, dass Eltern ihren Kindern helfen müssen, die Mechanismen von Social Media zu verstehen, um sie davor zu schützen, zu vertrauensvoll zu sein.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>ii. Wird der Zugang zu Informationen wichtiger werden als Faktenwissen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Das ist keine Frage von „entweder – oder“. Faktenwissen wird immer wichtig sein, zum Beispiel im Berufsleben oder beim Treffen von Entscheidungen. Der Zugang zu Informationen wird jedoch schnell, omnipräsent und preiswert. Alles was man braucht ist ein internetfähiges Telefon und ein Netzzugang. Angesichts der schnell wachsenden Menge an Informationen um uns herum wird die Fähigkeit, Informationen zu bewerten und einzelne Informationen in einen größeren Kontext einzuordnen, zum wichtigsten Rüstzeug.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong> iii. Wie verändert sich die Art und Weise, wie wir uns informieren und mit unseren Freunden Kontakt halten: Werden die Informationen, die wir untereinander teilen und konsumieren, zunehmend in kleineren Stücken vermittelt? („Snippetization“) / Wird die sofortige Reaktion in Echtzeit wichtiger werden als der tatsächliche Inhalt? („Real-timization“)</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Auch in diesem Fall ist das keine Frage von „entweder – oder“, sondern hängt von der jeweiligen Situation ab. Im Notfall zum Beispiel kann eine Kommunikation in Echtzeit Leben retten &#8211; ein Bruchstück einer Information kann ausreichend sein, um sich vor Schaden zu schützen. Bei komplexen Begebenheiten hingegen verwenden wir vielleicht einen Teil einer Information, um auf umfangreiche Hintergrundinformationen zu verweisen.</p>
<p><strong>3. Wir glauben, dass sich das Internet zur zentralen Infrastruktur des 21. Jahrhunderts entwickeln wird. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>i. Wie können wir sicherstellen, dass nicht nur die Digital Residents sondern alle Bürger imstande sein werden, daran teilzunehmen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Als integriertes Kommunikationsunternehmen fühlt sich Telefónica O<sub>2</sub> Germany dafür verantwortlich, den Menschen Perspektiven zu eröffnen und es ihnen zu ermöglichen, mit der Digitalisierung der Gesellschaft Schritt zu halten. Der Zugang zu digitalen Medien kann für sozial benachteiligte und bildungsferne Jugendliche eine Chance darstellen. Wenn sie in der Lage sind, neue mit bestehenden Fähigkeiten zu verknüpfen, können sich neue berufliche Chancen eröffnen. Das ist das hauptsächliche Ziel unserer jüngsten Initiative, das Telefónica O<sub>2 </sub>Germany &#8220;Think Big&#8221; Media College.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>ii. Welche Hürden müssen überwunden werden, damit sich mehr Menschen auf diese Technologie einlassen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir haben bereits viele Hürden überwunden. Unsere Angebote sind einfach anzuwenden, zu verstehen und zu steuern. Wir machen es den Menschen leicht, mit uns in Kontakt zu treten. Außerdem haben wir die Netztechnologie für das stationäre und mobile Internet verbessert. Unsere Preise für digitale Angebote sind klar verständlich und günstig. Wir respektieren die Privatsphäre unserer Kunden und schützen ihre Daten.</p>
<p style="padding-left: 30px;">Weitere und preiswerte Smartphones mit zunehmend intuitiver Funktionalität, die auf den Markt kommen werden sowie leicht verständliche Tarife werden es neuen Zielgruppen ermöglichen, an dieser Technologie teilzuhaben, einschließlich ältere oder behinderte Mitbürger.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>iii. Sehen Sie irgendwelche Nachteile, die uns durch unsere Verwendung der Internettechnologie entstehen könnten?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir müssen Vorsichtsmaßnahmen treffen, um Datenschutz- und Sicherheitsproblemen vorzubeugen. Aus diesem Grund bieten und nutzen wir Technologien, um Kinder im Internet zu schützen und beraten fachkundig zum Thema Datenschutz und Sicherheit von Kindern im Internet. Außerdem lassen wir unsere Kunden bestimmen, wie wir mit ihren persönlichen Informationen umgehen. Wir ermöglichen unseren Kunden, die Daten, die wir von ihnen gespeichert haben, einzusehen und zu korrigieren. Wir sorgen für eine sichere Verwahrung der Daten unserer Kunden. Sollten Kundeninformationen gestohlen werden oder verloren gehen, werden wir schnell und verantwortungsvoll handeln.</p>
<p><strong>4. Als Geschäftsführer eines internationalen Konzerns müssen Sie immer vorausdenken. Unsere neuesten Untersuchungen für Google und Otto zeigen, dass die Verwendung von Smartphones immer selbstverständlicher und allgegenwärtiger wird und so die Art und Weise verändert, wie die Menschen über das Internet denken und es verwenden. Sie sind immer in Verbindung mit ihren digitalen Netzwerken. </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>i. Wie werden die Telekommunikationsunternehmen auf diese sich ändernden Bedürfnisse und Verhaltensweisen reagieren, die auf einen allgegenwärtigen Internetzugang zurückzuführen sind?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Die Telefónica O<sub>2</sub> Germany hat stark in ihr Netz investiert, um es zu einem der modernsten Netze Europas zu machen. Durch unsere neuen Funkfrequenzen, die wir in der vor kurzem stattgefundenen Frequenzauktion erworben haben, werden wir weiterhin expandieren. Unser übergreifendes Ziel ist die Entwicklung innovativer Technologien, wobei wir neue Anforderungen im Voraus berücksichtigen, zum Beispiel in den Bereichen „E-Gesundheit“ und „E-Finanzen“.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>ii. Heutzutage wird sich häufig über die Informationsflut beklagt. Wie können wir sicherstellen, dass uns nur relevante Informationen erreichen?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Wir müssen in Bildung investieren und Werte vermitteln, so dass die Menschen lernen, wie man relevante Informationen selektiert. Selbstverständlich müssen wir ihnen auch beibringen, wie die verfügbaren Technologien zur Filterung von Informationen zu nutzen sind und sich auf einige ausgewählte, vertrauenswürdige Kommunikationskanäle zu konzentrieren, über die man Informationen bezieht.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong> </strong></p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>iii. Was wird o2 unternehmen, sobald alle mit einem mobilen Hochgeschwindigkeits-Internetzugang ausgerüstet sind? / Was kann ein Unternehmen wie Ihres über Verbindung und Bandbreite hinaus anbieten?</strong></p>
<p style="padding-left: 30px;">Mobiltelefone sind im Begriff, die Schnittstelle zum alltäglichen Leben zu werden. Daran arbeiten wir zur Zeit. Die künftigen Smartphones werden uns mit allem versorgen, was wir für unsere täglichen Aktivitäten benötigen – egal ob man auf dem Weg zur Arbeit ist und die umweltfreundlichste Strecke auswählt oder sich mit Freunden trifft und schnell für das Mittagessen bezahlt oder zum Arzt geht und das Telefon als Unterstützung für ein Gesundheitsprogramm nutzt.</p>
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		<title>Peter Wippermann„Freizeit, Arbeit, Unternehmen  Unternehmen müssen sich entscheiden, wie sie auf die wachsende mediale Macht von Kunden reagieren“</title>
		<link>http://www.trendtag.de/blog/freizeit-arbeit-unternehmenunternehmen-mussen-sich-entscheiden-wie-sie-auf-die-wachsende-mediale-macht-von-kunden-reagieren/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 14:54:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich ist alles ganz einfach. Wir entscheiden über Medien, diese bestimmen unseren Alltag. Wer ein iPhone nutzt, hat die meisten Sexpartner. So einfach kann das Leben sein. Mit 12 Paarungen liegen die Liebenden mit einem Apple iPhone statistisch gesehen vor Blackberry (8) und Android (6), das belegt eine aktuelle Studie der amerikanischen Partnervermittlung OKCupid. Fast <a href="http://www.trendtag.de/blog/freizeit-arbeit-unternehmenunternehmen-mussen-sich-entscheiden-wie-sie-auf-die-wachsende-mediale-macht-von-kunden-reagieren/">mehr&#160;...</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich ist alles ganz einfach. Wir entscheiden über Medien, diese bestimmen unseren Alltag. Wer ein iPhone nutzt, hat die meisten Sexpartner. So einfach kann das Leben sein. Mit 12 Paarungen liegen die Liebenden mit einem Apple iPhone statistisch gesehen vor Blackberry (8) und Android (6), das belegt eine aktuelle Studie der amerikanischen Partnervermittlung OKCupid. Fast unbemerkt hat sich unser Leben durch die Präsenz von Personal Media, das mobile Internet, verändert. Nicht nur in den USA. Nicht nur im Privaten.</p>
<p>Heute hat jedes fünfte Kind in Deutschland zwischen fünf und neun Jahren ein eigenes Handy, 2005 hatte nur jedes 16. Kind ein Mobiltelefon. Auf 82 Millionen Einwohner kommen 100 Millionen aktive Handys. Das mobile Internet wird schon in gut einem Jahr von zehn Prozent der Bundesbürger genutzt werden, so die Otto Group Studie von Google, TNS und Trendbüro. Wir leben bereits in zwei Wirklichkeiten. Fernanwesenheit ist uns längst vertraut. Aktuell aber findet ein Wertewandel statt. Menschen, Unternehmen und die Gesellschaft sollten sich Gedanken machen, wie sie in der medialen Netzwerkgesellschaft zukünftig leben und arbeiten wollen. Die Hauptaufgabe wird es sein, die eigene Zeit lustvoll und zugleich ökonomisch erfolgreich zu nutzen.</p>
<p><strong>Unternehmen im Aufwachraum: ratlos</strong></p>
<p>Neue Technologien und Social Media haben es möglich gemacht, dass einzelne unzufriedene Kunden einen globalen Medienfeldzug gegen ein Unternehmen führen können. Unternehmen und ihre Marken erleiden einen nachhaltigen Schaden, wenn sie nicht in Echtzeit reagieren können.</p>
<p>Die Greenpeace-Kitkat-Kampagne gegen Nestlé ist noch gut in Erinnerung. Für das Unternehmen war die interne Kontrolle über abgestimmte Verlautbarungen wichtiger als eine schnelle Gesprächsbereitschaft. Dadurch gewann die Greenpeace-Kampagne viel Zeit. Ihre Meinungsmacht über Twitter, Facebook und YouTube vervielfältigte sich mit jeder Sekunde, und das global. Spät hat Nestlé reagiert. Die Zeit, die zur internen Meinungsbildung benötigt wurde, entsprach nicht mehr der Aufmerksamkeitsökonomie der Netzwerkgesellschaft. Zu spät war das Unternehmen bereit, zu versprechen, den Regenwald zu schützen.</p>
<p>In den meisten Firmen gibt es noch kulturelle Widerstände, die eigenen Mitarbeiter technologisch so auszurüsten, dass sie unter den neuen Medienbedingungen effizient arbeiten können. Persönliche Soft- und Hardware für digitale Netzwerkmedien sind häufig nur dem Management zugänglich. Im Zweifelsfall sitzen die Bremser für die Integration von Personal Media in den IT-Abteilungen und setzen auf Sicherheit statt auf Vertrauen. Es gilt aber, Abschied zu nehmen von alten Vorschriften und Verboten.</p>
<p>Das Abliefern von privaten Smartphones beim Betreten des Unternehmens ist Ausdruck des Misstrauens gegenüber den eigenen Mitarbeitern. Das Verbot, Social Media während der Arbeitszeit zu nutzen, verkennt die Integration von Arbeits- und Freizeit. Märkte sind Gespräche, und diese finden heute vor allem in den Dialogen von Social-Media-Angeboten statt. Ihr Einfluss wächst täglich. Allein Facebook hatte im Juli des Jahres 500 Millionen aktive Nutzer. Zum Jahreswechsel 2010/11 werden nach einer Prognose des Unternehmens mehr als eine Milliarde User auf Facebook sich selbst vermarkten, Kontakte knüpfen und Meinungen bilden. Bereits jetzt ignorieren 66 Prozent der unter 30-jährigen Mitarbeiter in Deutschland die firmeninterne Datensicherheit, um auf Facebook &amp; Co während der Arbeitszeit kommunikationsfähig zu bleiben.</p>
<p>Jeder im Management weiß, dass die Zeit und nicht der Ort in einer globalen Wirtschaft zum wirklichen Wettbewerbsfaktor geworden ist. Erreichbarkeit und nicht Anwesenheit zählt. Schnelligkeit und nicht mehr die Nähe entscheidet zunehmend über den Erfolg. In den Führungsetagen der Unternehmen ist das Modell der Arbeitskultur von morgen heute schon selbstverständlich: in Hierarchien leben, vernetzt denken und im Rahmen der vereinbarten Unternehmensziele eigenverantwortlich schnell handeln.</p>
<p><strong>Informationsgier kontra Zeit: Flow.Control.</strong></p>
<p>Wenn 48 Prozent der Amerikaner nachts ihren Facebook- oder Twitter-Account kontrollieren, wird klar, wie wichtig das Zusammenspiel von Information und Zeit geworden ist. Die Lust, angeschlossen zu bleiben, verbündet sich mit der Angst, ausgeschlossen zu werden. Es entsteht eine Gier nach Informationen, und diese erzeugt Stress. Nicht umsonst hat der Blackberry den Spitznamen „Crackberry“ bekommen. Permanente Kommunikation macht süchtig. In Deutschland schlagen die Krankenkassen schon Alarm. Die psychischen Krankheiten nehmen überproportional zu. Als einer der Auslöser wird der multimediale Stress am Arbeitsplatz und das Stand-by-Leben angesehen.</p>
<p>Die romantische deutsche Antwort auf das Thema „Information-Overload“ heißt Verzicht. Vogel Strauß hätte keine bessere Lösung des Problems anbieten können. Die Bestseller „Brief an mein Leben“ von Miriam Meckel zum Thema Burn-out, „Ich bin dann mal offline“ von Christoph Koch oder gleich „Mein halbes Jahr offline“ von Alex Rühle sind nicht zufällig so erfolgreich geworden. Sie sind Zeichen für eine gewaltige tektonische Verschiebung, die gerade unter unseren Füßen stattfindet. Die meisten aber spüren sie nicht einmal, noch nicht.</p>
<p><strong>Aktive plus passive Medien: Informationslogistik </strong></p>
<p>Die Revolutionen unseres Alltags kommen nicht mehr wie noch bis in das 20. Jahrhundert als angsteinflößende Ungeheuer daher wie Bahn, Auto und Flugzeug. Stattdessen erscheinen sie als freundliche Helfer und modische Trends, so der Philosoph Burkhard Spinnen. Trotzdem geht es bei diesem Strukturwandel um Macht. Nach der Eroberung von Land, See, Luft und Weltraum entscheidet zukünftig die Herrschaft über die Zeit. Die digitalen Netzwerkmedien und die sich daraus entwickelnde globale Informationsflut bewertet den Faktor Zeit neu. Das Informationsvolumen explodiert mit der Logik der Internetzeit. Ein Menschentag aber hat immer noch 24 Stunden. Aus „just in time“, der analogen Industriekultur, wird die „real time“ der digitalen Netzwerkökonomie. Der Augenblick zählt.</p>
<p>Die Zukunft liegt nicht in der Rückkehr zu den Lösungen der Vergangenheit. Eine ausgewogene Work-Life-Balance war schon immer ein unrealistisches Ziel. Die Sehnsucht, weniger zu arbeiten, hat sich nie erfüllt. Die Integration von Arbeit in das eigene Leben verspricht weniger Stress und steigert die Produktivität. Es ist sinnvoller, den Tag um die aktuelle Arbeit herum zu organisieren, als zu versuchen, die ideale Vorstellung des eigenen Tagesablaufs zu realisieren. Entschleunigung bringt nicht die erhoffte Lösung. Wir werden nicht darum herumkommen, unsere eigene Informationslogistik zu organisieren. Passive Medien wie E-Mail gilt es mit der aktiven Kommunikation von Telefongesprächen und Meetings intelligent zu vernetzen, Wartezeiten zu nutzen und soziale Momente zu schützen. Selbstbestimmung in der Netzwerkgesellschaft heißt: Ziele setzen, Filter finden, Zeit definieren.</p>
<p><strong>Ressource der Zukunft: Echtzeit </strong></p>
<p>Unternehmen konnten bisher nicht in Echtzeit kommunizieren. Es war bislang weder technologisch noch ökonomisch möglich, spontan mit Kunden zu kommunizieren. Social Media haben beide Mauern gesprengt. So organisiert der Microblogging-Dienstleister Twitter eine spontane Medienöffentlichkeit zu Nullkosten. Das US-Handelshaus für Unterhaltungselektronik, Best Buy, hat die Chancen der Zeit erkannt.</p>
<p>Um auf das permanente Gezwitscher der Kunden bei Twitter reagieren zu können, hat Best Buy ein firmeneigenes Microblogging-System entwickelt: Twelpforce (Tw-itter-H-elpforce). Seit dem Sommer 2009 können 2.500 Mitarbeiter direkt auf Kundenwünsche und Beschwerden antworten. Der IT-Abteilung ist es gelungen, die geschlossene hausinterne Dateninfrastruktur sinnvoll mit dem öffentlichen Twitter-Netzwerk zu verbinden, ohne die Sicherheit der eigenen Server zu gefährden. Mitarbeiter aus den Abteilungen Verkauf, Service und Marketing kombinieren seit dem Sommer letzten Jahres ihr Wissen auf Twelpforce. Jeder von ihnen kann persönlich und ohne Rücksprache mit seinen Vorgesetzten oder der Pressestelle direkt mit den Kunden kommunizieren und ihnen Hilfe anbieten. Das Unternehmen verlagert seine Kundenkommunikation in die Freizeit seiner Mitarbeiter. Durch die große Zahl der teilnehmenden Mitarbeiter entsteht eine permanente Kommunikationsbereitschaft von Best Buy, ohne dass der Einzelne übermäßig in seiner persönlichen Freizeit belastet wird. Der Erfolg dieser Echtzeitkommunikation ist überwältigend: zufriedene Kunden und steigende Umsätze bei Best Buy.</p>
<p><img class="alignnone" title="Twelpforce bei Twitter" src="http://www.trendtag.de/wp-content/uploads/twitter_twelpforce.jpg" alt="" width="630" height="370" /></p>
<p>Quelle:<a href="http://twitter.com/TWELPFORCE" target="_blank"> Twelpforce Best Buy (twitter)</a></p>
<p><strong>Allein schießt man Tore, gemeinsam erzielt man Siege </strong></p>
<p>Noch spielen defensive Unternehmen gegen offensive Kunden. Die Mannschaft der Kunden hat aber eine neue Spieltaktik gelernt. Sie hat sich selbst trainiert. Sie beherrscht bereits das Zusammenspiel im Web 2.0. Individuelle Spielfreude, Schnelligkeit im Networking und eine klare Zielorientierung definieren ihre neue Spieltechnik. Unternehmen können von ihren Kunden und Mitarbeitern lernen. Das strategische Passspiel wird wichtiger als das selbstverliebte Dribbling.</p>
<p>Manager sollten wie Fußballtrainer sein. Sie trainieren ihre Mitarbeiter wie Spieler und motivieren ihre Mannschaft. Jeder Spieler hat seine besondere Fähigkeit und Aufgabe, aber entscheidet auf dem Spielfeld über seinen Einsatz autonom. Einfache Regeln, klare Sanktionen, individuelle Leistungen und kollektives Mannschaftsspiel entscheiden über Sieg oder Niederlage. Das Geheimnis der Erfolgreichen heißt Flow.Control.</p>
<p>Peter Wippermann<br />
Gründer Trendbüro<br />
Professor für Kommunikationsdesign an der Folkwang Universität, Essen</p>
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		<title>Columbus Challenge zu Gast beim 15. Deutschen Trendtag. Gesunde Autos. Gesunde Energie. Verbraucher-Aufklärung im Spiel. Neue Allianz.</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 10:14:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>smosebach</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>

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		<description><![CDATA[Freuen Sie sich auf eine Ausstellung und eine mögliche Probefahrt mit den Autos AUDI R8 E-TRON, TESLA ROADSTER oder E-RUF GREENSTER während des Trendtags.<br /><br />

Gesunde Autos. Zukunft durch Herkunft.<br /><br />

Wie die Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt, beherrscht die Öl-Industrie die von ihr selbst entwickelten Techniken nicht mehr. Nach 100-jähriger Pause kehrt die Menschheit zurück auf den Pfad der Nachhaltigkeit (sustainability). ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freuen Sie sich auf eine Ausstellung und eine mögliche Probefahrt mit den Autos AUDI R8 E-TRON, TESLA ROADSTER oder E-RUF GREENSTER während des Trendtags.<br />
<strong><br />
Gesunde Autos. Zukunft durch Herkunft.</strong></p>
<p>Wie die Katastrophe im Golf von Mexiko zeigt, beherrscht die Öl-Industrie die von ihr selbst entwickelten Techniken nicht mehr. Nach 100-jähriger Pause kehrt die Menschheit zurück auf den Pfad der Nachhaltigkeit (sustainability). IT-Pioniere bescheren uns dabei den Zukunftsgewinn. Sie sind gleichsam das „Columbus 2.0-Kollektiv“. Zukunft durch Herkunft. (Frage: Wie sähe die Welt heute aus, wenn man seinerzeit alle Kraft in die bereits bekannten IT-und Speichertechnologien investiert hätte. Ist die Menschheit im Öl-Zeitalter einem Technologie-Irrtum aufgesessen?)</p>
<p>Die Technologieführerschaft liegt also heute bei der Telekommunikations- und  IT-Industrie. Ihre Produkte unterstützen die Rückkehr der Menschheit zur nachhaltigen Lebensführung. Chips und Software treiben die Förderung, Speicherung und Verteilung von Energie aus Sonne und Wind und verhelfen so dem Gesunden Auto (Elektromobil) zum verdienten Durchbruch (auch Johann Sebastian Bach war von seiner Zeit vergessen und wurde erst ein Jahrhundert später vom Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy wieder entdeckt). Das Bessere ist bekanntlich der Feind des Guten.</p>
<p><strong>Neue Allianzen für das 21. Jahrhundert. </strong></p>
<p>Das Öl-Zeitalter ist am Ende und damit auch deren Allianzen. Die neue Allianz ist die aus IT-Telekommunikations- und Strom (Speicher-)wirtschaft. In ihr werden auch die netzwerkfähigen, intelligenten E-Fahrzeuge für die Zukunfts-Märkte der Welt (Asien) entwickelt und hergestellt. Deren bekanntesten Protagonisten heißen Ex-PayPal Manager Elon Musk (Tesla), Ex-SAP-Vorstand Shai Agassi (betterplace), die IT-Pioniere Steve Jobs (Apple) oder Larry Page (Google).  Sie alle und Zig-Tausende IKT-Ingenieure arbeiten derzeit weltweit an intelligenten, vernetzbaren und preiswerten Lösungsmodulen eines künftigen E-Car-Systems dessen Geburt aus der Welt des „Mobile Life“ der Smart Phones, Social Networks und fragmentierten Medien (wie etwa You Tube) gerade vorbereitet wird.</p>
<p>Stand bei der Erfindung des Autos wie wir es kennen die Pferde-Kutsche Pate, so ist es heute das Karossendesign des Ölzeitalters wie etwa beim Tesla. E-Autos brauchen keinen Kühler. Ein „Gesundes Auto“ &#8211; wie wir es nennen – also ein E-Car &#8211; wird Bestandteil des „mobile lifestyles“ dessen Ikone seit 2007 das smart phone ist. Es wird sich bis zum Jahr 2014 1,8 Milliarden Mal verkauft haben. Smart Phones und Web haben unseren mobilen Raum massiv erweitert: international und intelligent vernetzt. Und zu diesem „mobile lifestyle“ passt eben ein weiteres Endgerät:  das Gesunde Auto – gleichsam das „ I-Phone auf Rädern“ &#8211; intelligent, leise und gespeist mit Gesunder Energie aus ebenso intelligenten Netzen (Smart Grids) mit Strom aus Sonne und Wind.  Künftig wird dieser Strom „gehostet“ in mobilen und stationären Speichern für den persönlichen Bedarf: zuhause und unterwegs – egal ob für Smart Phone, Smart E-Car oder andere Smart-Haushaltsgeräte.</p>
<p>Wie wir es bereits beim Handy erleben konnten, wird der Besitz eines solchen „Smart-E-Cars“ von dessen Nutzung entkoppelt. Die Realisierung dieser neuen Produktwelt geht einher mit einfachen Geschäftsmodellen wie dem Mobility Roaming. In Deutschland werden Millionen von E-Fahrzeugen an den Markt kommen, weil diese Neue Energiewirtschaft (Solar- und Windkraft) auf deren Speicher (Batterien) angewiesen sein wird (Lastsicherheit). In weniger als zwei Generationen (bis 2050) kommt auch in Deutschland der Strom ausschließlich aus Sonne und Wind! Passé ist dann die Welt, wie wir sie kannten (Elmar Altvater). Innerhalb des ersten Halbjahres 2010 haben sich die Zulassungszahlen für Gesunde Autos in Deutschland verdoppelt – in Hinblick auf dem Gesamtbestand von ca. 48 Millionen Fahrzeugen auf geringem Niveau. Gestützt wird der Konsumwunsch nach einem Gesunden Auto in aktuellen Verbraucher-Studien in aller Welt. Unisono bekunden dort Konsumenten ihre „Liebe zum Elektroauto“ (ADAC, Ernst&amp;Young).  Der Grund ist einfach: E-Cars machen Mobilität auch wieder preiswert. 80% weniger Kosten heißt eben 100% mehr Freude (&#8230; am Fahren)</p>
<p>Columbus Challenge hört auf die Wünsche der Verbraucher. Weltweit. Neben Aufklärung<br />
durch Spiel und Beteiligung fördert Columbus Challenge eine neue Allianz aus Strom-, IT- und Mobile Living-Wirtschaft und deren Produkte. Fördern Sie mit: www.columbus-challenge.com. Werden sie Partner. 125 Jahre nach der Erfindung des Verbrennungsmotors. Im Frühjahr 2011 geht es los.</p>
<p>Hamburg, den 3. August 2010</p>
<p>Jobst Büscher</p>
<p><img title="Jobst Buescher Columbus Challenge" src="http://www.trendtag.de/wp-content/uploads/jobst_buescher.jpg" alt="" width="200" height="280" /></p>
]]></content:encoded>
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